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Meldungen aus der Presse 

Stromausfall um Hargesheim

Feuerwehr Mast fing Feuer – Einsatz in Rüdesheim

VG Rüdesheim. Ein brennender Strommast einer 15 kV-Leitung sorgte am Montag gegen 9 Uhr für einen Stromausfall in mehreren Gemeinden rund um Hargesheim. Aus unklarer Ursache geriet der Mast zwischen Hargesheim und Gutenberg in Brand, woraufhin der Energieversorger Westnetz die Leitung abschaltete. Zügig löschte die Feuerwehr Hargesheim den Brand mit einem Hohlstrahlrohr. Im Einsatz waren zudem die Polizei sowie die Einheiten Gutenberg, Roxheim und Rüdesheim. Nach einer knappen Stunde war der Strom wieder da und der Einsatz unter Wehrleiter Christian Vollmer beendet. Bereits am Sonntagabend war die Feuerwehr der VG Rüdesheim wegen Gasgeruchs im Hausanschlussraum eines Wohnhauses im Rüdesheimer Neubaugebiet im Einsatz. Wehrleiter-Stellvertreter Rouven Ginz forderte die Bewohner zum Verlassen des Gebäudes auf, die Feuerwehr Rüdesheim stellte das Gas ab und belüftete das Haus. Messungen der Gefahrstoffstaffel der VG Rüdesheim, die mit einem Gerätewagen-Messtechnik vor Ort war, blieben negativ.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Dienstag, 16. Januar 2018, Seite 17

Unterholz in Gutenberg brennt

GUTENBERG - (red). Auf einem Freigelände im Bereich der Nackmühle gerieten am Sonntagabend Bäume und Unterholz in Brand. Durch Asche aus einem Grill, die noch nicht vollständig erkaltet war, hatte sich das Unterholz auf einer Fläche von 25 Quadratmetern entzündet. Die Flammen konnten durch einen Atemschutztrupp der Feuerwehreinheit Gutenberg zügig gelöscht werden. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der außerhalb gelegenen Einsatzstelle wurde das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Rüdesheim alarmiert. Der Einsatz der 15 Feuerwehrleute unter Leitung von Wehrführer Michael Pfeiffer war nach einer Stunde beendet.

Allgemeine Zeitung vom 09.01.2018

Kerzenschein und Musik im Gutenberger Gotteshaus

Konzert Barockensemble bot Vorweihnachtliches

Gutenberg. Für einen Hörgenuss sorgte das Gutenberger Barockensemble beim vorweihnachtlichen Konzert in der voll besetzten evangelischen Kirche von Gutenberg.

„Wir wollen uns vorbereiten auf das große Ereignis, das für viele von uns zu groß ist, um es überhaupt zu verstehen, denn Gott wird Mensch“, führte Pfarrer Sebastian P. Gutzeit in seinen Begrüßungsworten aus und wünschte den Zuhörern, dass sie in der von Hektik geprägten Vorweihnachtszeit etwas zur Ruhe kommen.

In dem in warmes Kerzenlicht getauchten Gotteshaus breitete sich dann auch gleich viel vorweihnachtliche Freude aus, als das Ensemble mit Friederike Louis (Altflöte), Claus Louis (Violine/Viola), Gertrud Weiermann, Christine Heinloth (Violine), Doris Fricke (Violoncello) und Irmgard Schriewer (Cembalo) Händels Hirtenmusik aus dem Messias mit feinnervigem Spiel ebenso sauber zu Gehör brachten wie das „Air a L‘ Italienne“, aus der Suite für Altflöte und Streicher in a-Moll.

Aus Telemanns Bratschenkonzert für Viola und Streicher in G-Dur folgten wunderbar dargeboten, wobei Claus Louis die Akzente setzte, die Sätze Lento und Allegro. Immer wieder brandete Beifall auf, den sich das sehr sicher agierende Ensemble verdient hatte. Das gilt auch für die Pastorale aus dem Weihnachtskonzert für drei Geigen von Arcangelo Corelli sowie für den Satz aus der Sonate Amoroso in d-Moll für Flöte, zwei Violinen und Basso continuo von Francesco Mancini. Zwischendurch waren auch die Zuhörer gefordert: Begleitet von dem Barockensemble stimmten sie in das traditionelle Adventslied „Macht hoch die Tür“ ebenso gern ein wie in das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“.

Als schöne, erbauende, geradezu beschwingte Klänge, die wunderbar ins Ohr gingen, entpuppte sich die Sonate in e-Moll für Flöte, zwei Violinen und Basso continuo von Gottfried Finger. Damit leiteten die mit exzellenter Spielfreude agierenden Interpreten zu Johann Pachelbels „Kanon für drei Geigen und Basso continuo über, „dem großen Hit der Barockmusik“, wie Claus Louis, der durchs Programm führte, schmunzelnd anmerkte. In der Tat ein Hit, der tänzerisch anmutig ins Kirchenschiff gebracht wurde.

Nach dem Segen klang das Konzert mit den Sätzen Lento und Allegro aus dem Conzerto Armonico in G-Dur von Unico Willem van Wassenaer nachhaltig aus. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Dienstag, 19. Dezember 2017, Seite 14

Häuslebauer im Neubaugebiet können im Sommer starten

Fortschritt Für Ökostrom und gegen Hotspots

Gutenberg. Die Häuslebauer im Gutenberger Neubaugebiet „In den Heckenäckern“ können voraussichtlich im nächsten Sommer mit Bauarbeiten beginnen. Das teilte Ortsbürgermeister Jürgen Frank in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf Anfrage mit. Bei den Namen für die zwei neuen Straßen im Neubaugebiet einigte sich der Rat auf „Flurweg“ und „An der Haardt“.

Den Forstwirtschaftsplan 2018 erläuterte Försterin Franziska Hoquart. Dabei erklärte sie, dass Fichten, die vom Borkenkäfer befallen sind, gefällt werden müssen, und dass vorgesehen ist, Holz mit einem Reinerlös von 2624 Euro zu verkaufen. Das Gesamtergebnis einschließlich der sonstigen Erlöse beträgt 5731 Euro. Waldschutz, Wegeunterhalt und sonstige Arbeiten kosten 3107 Euro. Zu beantworten ist noch die Frage von Ottmar Hahn (WG Frank), warum die Einnahmen der Jagdpacht im Forstwirtschaftsplan enthalten sind, da diese doch ausschließlich für den Wegebau bestimmt wurden.

Nach kurzer Diskussion lehnte der Rat eine Beteiligung am Landesprojekt „1000 Hotspots für 1000 Kommunen“ ab. Frank sah zu hohe Folgekosten, und Walter Kluge (WG Frank) war der Meinung, dass für die Montage der Anlage eventuell Extrakosten hinzukommen und die Mehrwertsteuer in dem einmaligen Betrag von 320 Euro nicht enthalten ist. Zugestimmt hat das Gremium, sich an der Bündelausschreibung des Gemeinde- und Städtebundes zur Stromlieferung ab dem 1. Januar 2019 zu beteiligen. Gleichzeitig sprach sich der Rat bei einer Gegenstimme für die Abnahme von Ökostrom aus erneuerbaren Energien aus.

Holger Schmidt (WG Frank) informierte über die Teilnahme an der Versammlung zum Hochwasserschutz der Verbandsgemeinde (VG) Rüdesheim, die in Winterbach stattfand. Demnach ist die VG in acht Gruppen unterteilt, wobei jede Gruppe aus vier Ortsgemeinden besteht. Gutenberg wurde der Gruppe drei mit den Gemeinden Hargesheim, Hergenfeld und Wallhausen zugeordnet. Die einzelnen Gruppen sollen jetzt die Problematik behandeln und Schutzmaßnahmen ausloten, die dann in Absprache mit den Gemeinden umgesetzt werden. Anfang 2018 trifft sich die Gruppe drei. Erfreut und dankbar billigte der Rat Spenden in Höhe von 1450 Euro, die schwerpunktmäßig für die Boulebahn und den Jugendraum verwendet werden. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Dienstag, 12. Dezember 2017, Seite 18

Geburtstagskind spendet an Förderverein der Bodelschwingh-Schule

Meisenheim. Statt Geschenken hatte Dominique Deschamps (rechts) aus Gutenberg zu seinem 60. Geburtstag nur einen großen Wunsch: Geldspenden für eine Förderschule. Er wollte anlässlich seines runden Geburtstags etwas Gutes tun und konnte auf seine Gäste zählen. „750 Euro sind zusammengekommen. Die möchte ich dem Förderverein der Bodelschwingh-Schule Meisenheim überreichen“, sagte Dominique Deschamps. Durch persönlichen Bezug zur Stiftung Kreuznacher Diakonie wählte er die Meisenheimer Förderschule aus. „Wir sind sehr froh über die Spende und wollen davon eine Lagerungshilfe und ein Kommunikationsgerät mit Schalter anschaffen“, sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Heike Freudenberg (2. von links). Die stellvertretende Kassiererin Sucette Sauvageau (links) und Rektorin Eva M. Braun (3. von links) bedankten sich ebenfalls bei Deschamps. Foto: Kreuznacher Diakonie

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 17. November 2017, Seite 25

Maxim Maurice zauberte in Gutenberg

Gutenberg. Da die bisherigen Kitabasare aus personellen Gründen nicht mehr zu stemmen waren, entschlossen sich Förderverein und Elternausschuss der Gutenberger Kita Gespensterburg, den deutschen Vizemeister der Zauberer, Maxim Maurice, in die Gutenburghalle einzuladen, um etwas Geld für die Einrichtung zu erwirtschaften. Erst gab es Kaffee und Kuchen und anschließend eine tolle, faszinierende Unterhaltung, die für Staunen, große Augen und viel Beifall sorgte. Gerade von einer dreiwöchigen Kreuzfahrt mit vier Shows zurückgekehrt, präsentierte sich Maxim Maurice, der sich bereits als Achtjähriger mit dem Zauberhandwerk beschäftigt hatte, als Meister seines Faches. Immer wieder band er mutige Kinder ins Geschehen mit ein. Diese hatten plötzlich statt eines kleinen Balles zwei oder drei Bälle in ihren Händen. Gegenstände wie etwa ein Ring verschwanden und tauchten an anderer Stelle wieder auf. Flaschen vermehrten sich auf seltsame Weise, und ein Tisch begann zu schweben. Kurzum: Das war ein vergnüglicher Nachmittag, der allen Teilnehmern viel Spaß machte. nn Foto: Dieter Ackermann

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 16. November 2017, Seite 144

Der Plüschhase im Zylinder

Von Laura Schöffel

ZAUBERER Magische Stunde mit Maxim Maurice in der Gutenburghalle lässt Groß und Klein staunen GUTENBERG - Alle Hände hoch, wer schon einmal einen Auftritt des Zauberers gesehen hat. Alle Hände hoch, wer ihn noch nie gesehen hat. „Und nun heben alle die Hände, denen eigentlich total egal ist, ob sie mich schon einmal gesehen haben“, fordert Maxim Maurice sein Publikum auf, das natürlich die Hände noch von der vorherigen Frage oben hat. Das sorgt für den ersten Lacher in der Gutenburghalle.

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Die familiäre Seite des großen Reformators

Jubiläum Kinder führten Luther-Musical in der Gutenberger Kirche auf – Glaube und Musik als Freunde

Von unserem Reporter Jens Fink Gutenberg.

Vom ereignisreichen Leben Martin Luthers erzählte das Musical „Luthers Kinder“, das junge Christen der evangelischen Kirchengemeinde Roxheim aufführten. Zusammen mit den Sängerinnen des ökumenischen Singkreises gestalteten die Kinder das Musical als lehrreiches Erlebnis für die ganze Familie und beleuchten dabei auch die familiäre Seite des Reformators, der sechs Kinder hatte und sechs weitere Zöglinge seiner Schwester behütete.

Zur Freude des Reformators waren seine Nachkommen ebenso wie er selbst sehr musikalisch. „Fröhlich und zahlreich, und alle machen Musik. Der Papa hat das fest im Blick“, unterstrichen die Kinder ihre Freude am Gesang und zeigten sich an den unterschiedlichsten Instrumenten versiert. „Martin, der Rabauke, spielt die Pauke, und Hannes, der hat Spaß am dicken Kontrabass“, berichteten Luthers Kinder, worauf ihr Vater freudig bekräftigte: „Der Glaube und die Musik sind wahrlich gute Freunde!“ „Mit meinen Liedern will ich predigen und jubeln, was ich selbst erfahre“, unterstrich der Reformator die göttliche Macht der Musik.

Prügel als Erziehungsmittel

Allerdings hatte der gütige Vater seinen Sprösslingen auch weniger schöne Dinge aus seiner Kindheit zu berichten. „Wen Gott liebt, den züchtigt er“, hätten seine Lehrmeister argumentiert und ihn bis zu 15-mal am Tag geprügelt und ihm „das Latein eingebläut, so wie man Gänse stopft“. Diese Geschichte mochte den jungen Zuhörern etwas gruselig erscheinen, allerdings habe er eine gute Bildung erfahren und die sieben Künste gelernt, zu denen natürlich auch die Musik gehörte, erzählte Luther seinen Kindern, die seine spannende Erzählung über seine Reise nach Rom gebannt verfolgten. Damals habe er erkannt, wie unsinnig der Ablasshandel sei und „was solch ein Unfug aus den Menschen macht“, berichtete Luther über eine seiner Erkenntnisse, die ihn bewogen hatten, andere Wege des Glaubens zu beschreiten. Dass hierbei Menschen, die wie Luther und seine Ehefrau als Mönche und Nonne gewirkt hatten, auch verheiratet sein konnten, hinterfragten die Kinder, empfanden diese Tatsache angesichts des eigenen, harmonischen Familienlebens aber als sehr glücklich.

Die von Brigitte Dörr angeleiteten und am Klavier begleiteten Kinder Meike Wippich, Victoria Kupilas, Lisa Zimmermann und Tom Zimmermann, der zudem das Cajon spielte, erhielten von Techniker Patrick Dörr ebenso Unterstützung wie von Florentina Dörr, die an der Querflöte das Spiel der Kinder begleitete.

Lang anhaltender Beifall

Als Grundlage für das Musical dienten von Luther stammende Kompositionen sowie neu verfasste Texte und Lieder von Verena und Klaus Rothaupt sowie Luther-Texte von Erhard Eppler. Das fröhliche Spiel der Kinder kam bei den Zuschauern, die einige Lieder mitsangen, bestens an, und die jungen Schauspieler um Luther-Darsteller Pfarrer Sebastian Gutzeit ernteten lang anhaltenden Beifall.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 3. November 2017, Seite 20

Evangelische Kirche Roxheim führt Musical über das Leben Luthers auf

Von Wolfgang Bartels GUTENBERG - Der Vater Mönch, die Mutter Nonne. Das muss er seinen sechs Kindern erst einmal erklären. Martin Luther ist ein wenig in Not und holt weit aus. Aus dieser Idee ist ein Singspiel mit dem Titel „Eine Woche bei Familie Luther“ entstanden, das nun einige Kinder und der ökumenische Singkreis in der voll besetzten evangelischen Kirche aufgeführt haben.

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Sauvignon Blanc war der Schlüssel zum Erfolg

Markenzeichen Harald Kiltz aus Gutenberg heimst mit der an der Nahe lange exotischen Rebsorte konstant Auszeichnungen ein

Von Kurt Knaudt

Gutenberg. Es war, als ob die Kunden nur darauf gewartet hatten: Als Harald Kiltz 2003 in kleiner Menge seinen ersten Sauvignon Blanc auf den Markt brachte, war der schon nach drei Monaten ausverkauft. „Ich wollte mit dieser Rebsorte Maßstäbe setzen und dem Wein meine eigene Handschrift geben“, beschreibt der 41-Jährige sein Ziel. Das ist ihm zweifellos gelungen, wie zahlreiche Auszeichnungen belegen. Inzwischen baut der Winzer fast auf der Hälfte der insgesamt rund elf Hektar großen Rebfläche des Weinguts in Gutenberg Sauvignon Blanc an.

„Damals hat alles gepasst“, blickt er zurück. Die EU ließ die weltweit sehr verbreitete Sorte erst 2002 zu. Harald Kiltz hatte sie schon während des Studiums in Geisenheim kennengelernt, als er in einem Weinladen jobbte. In Australien verfeinerte er während eines Arbeitsaufenthalts in einem Weingut seine Kenntnisse. Zurück in Gutenberg, begann er in enger Abstimmung mit seinen Eltern Georg und Gerlinde Kiltz mit dem Umbau des Betriebs, auf dessen bis dahin 5,5 Hektar großer Fläche 17 verschiedene Rebsorten wuchsen. Eigentlich wollte er sich ursprünglich verstärkt auf Riesling konzentrieren. Doch dann merkte er, „dass ich mit Sauvignon Blanc spürbar besser umgehen kann“.

Weniger Menge, mehr Qualität

An der Nahe war er damit damals ein Pionier, was seinem Bestreben entgegenkam, etwas Neues zu machen und sich von anderen abzuheben. Von Anfang an war ihm klar, dass das nur mit Klasse und nicht mit Masse geht. Das Klima in Gutenberg, wo auf inzwischen 15 Parzellen Sauvignon Blanc wächst, passt: Ausreichend Sonne und wenig Regen sorgen dafür, dass die Trauben lange hängen bleiben können. Harald Kiltz begeistert die Vielfalt der Aromen, die von grün wie frisches Gras bis exotisch wie Grapefruit und Maracuja reicht. Aber Sauvignon Blanc ist nicht gleich Sauvignon Blanc. Qualität – das heißt für den 41-Jährigen: Viel Frucht und intensive Pflege, dafür lieber weniger Ertrag. Während der Reife wird entblättert – eigens dafür hat er einen Entlauber angeschafft –, bei der Lese konsequent selektiert: Verarbeitet werden ausschließlich zu 100 Prozent gesunde Trauben. Und obwohl die Anbaufläche inzwischen doppelt so groß ist wie einst, ist die Erntemenge fast gleich geblieben.

Die gesamte Umstellung hat rund zwölf Jahre gedauert. Bei Organisation und Technik wurde fast alles auf den Prüfstand gestellt und manches umgekrempelt. Zudem wurden der Keller erweitert und eine Vinothek eingerichtet – in jenem Haus, in dem einst der Großvater wohnte. Jeder aus der Familie hat seinen Arbeitsbereich: So ist der Vater für Büro und Verkauf zuständig, während der Sohn sich um Weinberg und Keller kümmert. Er experimentiert gern mit kleinen Mengen, um so vielleicht noch mehr Qualität zu erzielen. Innovativ und modern ist auch der Internetauftritt, mit dem auch die neue Linie „Harry & George“ von Harald und Georg Kiltz beworben wird. Auch damit heben sich Genheimer-Kiltz ab.

Der Erfolg gibt dem Familienbetrieb, in den inzwischen auch Ehefrau Helena eingestiegen ist, recht. Auf zwei der zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen ist Harald Kiltz dabei besonders stolz: 2013 wurde ein Sauvignon Blanc von GK als weltbester ausgezeichnet – eine Art Ritterschlag gegen starke Konkurrenz aus auf diese Rebsorte spezialisierten Weingütern aus Neuseeland, Frankreich und Südafrika. Dieser Coup gelang zudem mit Trauben aus einem nur acht Jahre alten Weinberg. Er freut sich zudem, dass es für seine Sauvignon Blancs Jahr für Jahr besondere Anerkennung gibt, zuletzt je zwei Mal Gold und großes Gold vom renommierten Magazin Savoir Vivre. Auch die Kunden – das Weingut konzentriert sich ganz auf den deutschen Markt – sind konstant begeistert.

Ein längerer Prozess mit Happy End

Aus dem ökologischen Weinbau weiß der gebürtige Gutenberger einige Elemente zu schätzen. Ein lupenreiner Biobetrieb will er aber vor allem wegen des damit verbundenen Bürokratieaufwandes nicht werden. Für ihn stand keineswegs von klein an fest, dass er das Weingut übernehmen wird. Es war eher ein Prozess. „Mir hat das schon Spaß gemacht.“ Er sah aber auch, dass damit viel Arbeit verbunden ist. Zudem war er sich nicht sicher, ob der Betrieb groß genug ist.

Doch seine dann noch auf dem Gymnasium getroffene Entscheidung hat er nie bereut: Inzwischen übt er diesen Beruf mit Leib und Seele aus. Was fasziniert und reizt ihn daran besonders? „Ich trinke gern Wein“, antwortet Harald Kiltz lächelnd. „Wein ist Vielfalt, da wird es nie langweilig“, schwärmt er. Hinzu kommt, „dass man als Winzer im kreativen Bereich sehr viel machen kann“.

Viel Zeit für Hobbys bleibt nicht: Harald und Helena Kiltz verbringen viel Zeit mit ihren Kindern. Dazu gehören auch Kurztrips in andere Weinanbaugebiete. Ob eines der drei Kinder, Flavia, Laurentin und Valentin im Alter von fünf, acht und elf Jahren, später den Betrieb mal übernehmen wird? „Dafür ist es noch zu früh. Das können sie irgendwann selbst entscheiden.“

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 2. November 2017, Seite 16

Mitten aus dem Leben

IRENE BARTHEL Gutenbergerin veröffentlicht Buch mit 14 Kurzgeschichten

GUTENBERG - Ein Stalker terrorisiert eine Frau. Ständig bekommt sie nächtliche Anrufe: „Ich kenne Dich.“ Angst und Unsicherheit sind die Folge. Um 1990 herum hat das Irene Barthel selbst erlebt, „zu einer Zeit, als man das Wort Stalking noch gar nicht kannte“. Jetzt hat sie daraus eine Kurzgeschichte gemacht, veröffentlicht in ihrem neuesten Buch „Einen Pulsschlag lang“. „Die besten Geschichten ...

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Chöre präsentieren buntes Programm in der Gutenburghalle

Konzert Sänger begeistern ihre Zuhörer Gutenberg. Bunt wie das fallende Herbstlaub war das Programm beim Konzert des Gesangvereins Gutenberg in der voll besetzten Gutenburghalle. Der Vorsitzende des gastgebenden Gemischten Chores, Wilhelm Schneider, konnte dazu neben den Aktiven auch zahlreiche Zuhörer begrüßen.

Den hoch motivierten Gastgebern um ihren Dirigenten Jürgen Heber war es vorbehalten, den unterhaltsamen Liederreigen mit Otto Grolls „Träume von Sorrent“ zu eröffnen, um dann den goldenen Herbst nachhaltig zu besingen. Aufhorchen ließ die Chorgemeinschaft Spabrücken/Dalberg (Leitung Alexandra Gosteva). Die Männer vom Soon und aus dem Gräfenbachtal brachten den Gefangenenchor und das Chianti-Lied ebenso voller Sangesfreude in die Halle wie den Hit von Udo Jürgens „Ihr von Morgen“. Ihnen galt der herzliche Beifall genauso wie dem evangelischen Kirchenchor Gutenberg, kurz Chörchen genannt, der mit seiner Leiterin Sun Jang Kang-Mäder, begleitet am Klavier von Professor Thorsten Mäder, gleich deutlich machte, dass Singen Spaß macht, um dann mit „Jubilate Deo“ und Cohens Hallelujah ein musikalisches Ausrufezeichen zu setzten.

Eine starke Leistung lieferte der Bad Kreuznacher Michelinchor nicht nur mit dem Bajazzo ab. Beim „Bolero der Herzen“ machte Ernst Berg mit seinem Tenorhorn ebenso auf sich aufmerksam wie Peter Mündnich, dessen Tenorsolo beim „Ave Maria der Berge“ überzeugte. Am Dirigentenpult stand Ion Bierau.

Die Männerwirtschaft:
Dahinter verbergen sich die Akteure vom MGV Hochstetten/Oberhausen. 21 Sänger, die es mit viel Humor und ihrer Leiterin Ramona Wöllstein locker angehen ließen, als sie nach Auskunft ihres Sprechers „heit is erschtemol vor Leit singe“. Das glückte ihnen viel beklatscht mit den Titeln Männerwirtschaft, „The Longest Time“ und „Was sind wir Männer doch für'n lustiger Verein“. Den Vogel schossen sie ab mit „Zehn kleine Kirner Bier“.

Eine schöne Kostprobe seines Könnens lieferte der Katholische Kirchenchor Klein-Winternheim (Leitung Jürgen Heber) ab. Die Gäste aus Rheinhessen hatten nicht nur die italienische Weise Tiritomba mitgebracht, sondern stimmten auch die dalmatische Volksweise „Mala Mare“ an. Nachdem die Sänger vom Gesangverein Gutenberg das schöne Volkslied „Es dunkelt schon in der Heide“ und Adelita von Otto Groll sauber interpretierten, ließen sie gemeinsam mit den Gästen aus Klein-Winternheim und „Hey, das ist Musik für dich“ mit viel Schwung den Abend ausklingen. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 23. Oktober 2017, Seite 12

Börsenmakler Sascha Magsamen bewirtschaftet in Gutenberg zwei Hektar Wingert

GUTENBERG - „Jetzt noch mit der Lese zu warten, bringt nichts mehr.“ Sascha Magsamen (42) hält das Refraktometer gegen das Licht und zerquetscht ein paar Riesling-Trauben. 95 Grad Oechsle sind das stolze Ergebnis. Das würde schon für eine leckere Auslese reichen. Magsamen hat für ein paar Tage die Frankfurter Börse mit dem Gutenberger Schlossberg vertauscht, um die Trauben für sein Weingut ...

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Zwei Kleinwagen stoßen frontal aufeinander

Gutenberg. Am Abend der Bundestagswahl rückte die Feuerwehr Gutenberg um 20.28 Uhr zu einem Verkehrsunfall in die Hauptstraße aus. Dort waren zwei Kleinwagen in einer leichten Kurve aus unbekannter Ursache frontal aufeinandergeprallt. Ein Fahrzeug war mit drei Insassen besetzt, im anderen saß nur der Fahrer. Alle hatten sich beim Eintreffen der Feuerwehr bereits aus den Fahrzeugen befreit. Sie wurden vom Rettungsdienst versorgt, der mit zwei Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug im Einsatz war. Die Feuerwehr unter der Leitung von Wehrführer Michael Pfeiffer sicherte den Brandschutz, klemmte sicherheitshalber die Fahrzeugbatterien ab und leuchtete die Einsatzstelle aus. Zwei Abschleppfahrzeuge sowie die Straßenmeisterei räumten auf und beseitigten ausgelaufene Betriebsstoffe. Aufgrund der umfangreichen Unfallaufnahme der Polizei dauerte die Ausleuchtung der Einsatzstelle bis kurz vor 23 Uhr.

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Dienstag, 26. September 2017, Seite 21

Bei Gutenberg in den Graben

GUTENBERG - (red). Ein in Richtung Gutenberg fahrender Lkw musste am Mittwochmittag auf gerader Strecke zwischen Hargesheim und Gutenberg einem entgegenkommenden Pkw ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Der Pkw war offensichtlich zu weit auf die linke Spur geraten. Bei dem Ausweichmanöver kam der Brummi nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte in den Straßengraben, wo ...

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Lkw landet im Graben

Polizei Pkw entfernt sich Gutenberg.

Auf der L 239 kam es am Mittwoch gegen 14.25 Uhr zwischen Hargesheim und Gutenberg zu einem Verkehrsunfall. Ein in Richtung Gutenberg fahrender Lkw musste auf gerader Strecke einem entgegenkommenden Pkw ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Der Pkw-Fahrer war offensichtlich zu weit auf die Gegenspur geraten. Bei dem Ausweichmanöver kam der Laster nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte in den Straßengraben, wo er nach etwa 45 Metern zum Stehen kam. Der Lkw wurde leicht beschädigt und musste von einem Spezialkran geborgen werden. Für die Bergung musste die L 239 bis 16.30 Uhr voll gesperrt werden. Der Pkw-Fahrer entfernte sich nach dem Unfall unerlaubt von der Unfallstelle. Bei dem flüchtigen Fahrzeug soll es sich um einen Pkw mit heller Farbe gehandelt haben. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden (0671/8811-0).

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 22. September 2017, Seite 19

Friederike Louis stellt Buch über Gutenberger Dorfleben vor

Von Wolfgang Bartels

GUTENBERG - Eine „Bestseller-Autorin“ stellt Bürgermeister Jürgen Frank auf der großen Bühne des Kirmeszeltes vor: Die Gutenberger Schriftstellerin Friederike Louis. Zwei Jahre lang hat sie gesammelt, Nachbarn befragt und geschrieben, bis eine ganz besondere Chronik des Dorfes am Gräfenbach fertiggestellt war: „Brotbuch, Burg und Buckelspritz – Das Gutenberger Dorfleben im 20. Jahrhundert“ heißt das Werk. Mit Burg ist natürlich die über dem Dorf thronende Gutenburg gemeint, aber die beiden anderen Begriffe müssen der jungen Generation erklärt werden. Im „Brotbuch“ wurde das Mehl notiert, das die Leute zum Bäcker bringen mussten. Der gab dann die entsprechende Anzahl Brote heraus. Und am Martinitag erhielt der Bäcker dafür seinen Jahreslohn. Und die „Buckelspritz“ schnallte sich der Winzer auf den Rücken, um im Weinberg ..

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Der letzte Besuch der Tschernobyl-Kinder endete tragisch

Gutenberg. Der Verein „Freunde helfen Freunden – den Kindern von Tschernobyl“ löst sich zum Jahresende hin auf (wir berichteten). 25 Jahre lang organisierte die Gutenbergerin Karin Pfeiffer den Sommeraufenthalt von Kindern aus dem strahlenbelasteten Weißrussland in Gutenberg. Die Zahl der Kinder hatte im Laufe der Jahre immer weiter abgenommen, beim letzten und 25. Besuch kamen sechs Kinder und drei Betreuer. Drei Wochen lang genoss die Gruppe ihre Ferien, doch am Tag der Abreise verstarb Regina Lewkowa, die die weißrussischen Kinder 24-mal nach Deutschland begleitet hatte, ganz unerwartet an einer Krebserkrankung. „Wir alle sind unendlich traurig“, sagt Karin Pfeiffer.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 2. September 2017, Seite 16

Im Neubaugebiet wird nächstes Jahr gebaut

Rat Spatenstich in den Heckenäckern ist im Oktober geplant – Künftig erhebt Kindertagesstätte Monatspauschale fürs Essen

Von unserem Reporter Dieter Ackermann

Gutenberg. Die gute Nachricht in der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es gleich zu Beginn: „Mitte bis Ende Oktober erfolgt der Spatenstich für das Neubaugebiet in den Heckenäckern. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, kann im Sommer 2018 mit dem Bau der Wohnhäuser begonnen werden“, teilte Ortsbürgermeister Jürgen Frank auf die Frage einer Bürgerin mit.

Da die Ortsgemeinde Gutenberg Eigentümer aller Grundstücke in dem Neubaugebiet ist, hatte der Gemeinderat im Mai einen Festpreis von 130 Euro pro Quadratmeter beschlossen (wir berichteten). Darin sind auch die Erschließungskosten für den Straßenbau enthalten, sodass für die Erhebung der Erschließungsbeiträge nur die Ablösung in Frage kommt. Die Ablösungsverträge erfolgen jeweils im Rahmen der notariellen Grundstückskaufverträge, beschloss der Rat. Zuvor hatte Bürgermeister Markus Lüttger die Vorgehensweise erläutert.

Die sechs Meter breite und 300 Meter lange Straße erhält eine Asphaltdecke, Rinne und Gehweg werden zweifarbig gepflastert. Die Ratsmitglieder begrüßten, dass die Versorgungsleitungen im Gehweg untergebracht sind, sodass bei eventuellen Reparaturen die Straßendecke nicht mehr aufgerissen werden muss. Hinsichtlich der Anpflanzung von zwei Bäumen am Anfang und am Ende der Straße waren die Ratsmitglieder unterschiedlicher Meinung. Bei der Abstimmung gab es Stimmengleichheit. Damit war das Thema vom Tisch. Eine acht Meter lange und acht Zentimeter hohe Erhöhung der Straße, die die Raser bremsen soll, lehnte der Rat ebenfalls ab.

Ausführlich befasste sich das Gremium mit den Abrechnungsmodalitäten und der Höhe der Essenskosten in der Kindertagesstätte Gespensterburg. Grund war, dass der Rechnungshof die Essensbeiträge in den Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde (VG) Rüdesheim beanstandet und als zu niedrig dargestellt hat. Laut Lüttger ist es sinnvoll, eine einheitliche Regelung in der VG zu erreichen. Ausgehend von 15 Essen pro Ganztagsplatz wird künftig ein monatlicher Pauschalbetrag von 45 Euro (2,90 Euro pro Essen) erhoben. Bei einem pauschalen Beitrag wird davon ausgegangen, dass wirklich nur die Kinder als Ganztagskinder angemeldet werden und somit auch einen solchen Platz belegen, die diese wirklich benötigen. Lüttger berichtete nämlich, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder für den Ganztagsplatz anmelden, diese aber nur ein oder zweimal in der Woche kommen. Das wiederum hat zur Folge, dass diese Eltern meistens kurzfristig ihr Kind vom Mittagessen abmelden, um die bisher zu zahlenden 2 Euro zu sparen. Zudem könnten diese Plätze nicht an andere berufstätige Eltern vergeben werden. Die neue Regelung billigte der Gemeinderat einhellig. Ebenso eine Spende über 200 Euro, zweckgebunden für die Kindertagesstätte.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Mittwoch, 30. August 2017, Seite 14

Das Gutenberger Dorfleben im 20. Jahrhundert

Geschichte Friederike Louis sprach mit alten Einwohnern und stöberte in Archiven – Ihr Brotbuch beinhaltet viele historische Fotos

Von unserer Reporterin Christine Jäckel

Gutenberg. „Brotbuch, Burg und Buckelspritz“ – mit diesen drei zentralen Begriffen hat Friederike Louis einen Titel gewählt, der anschaulich das Spektrum ihres Buches über das Dorfleben in Gutenberg im 20. Jahrhundert zusammenfasst. Die Landwirtschaft war in der ersten Jahrhunderthälfte, die von den beiden Weltkriegen geprägt war, Lebensgrundlage für die Mehrheit der Dorfbevölkerung, und die Burgruine ist nach wie vor das Wahrzeichen des Ortes.

Das Geschichtsbuch in Erzählform ist die erste Veröffentlichung der Autorin, die seit 1980 mit ihrem Mann Claus Louis in Gutenberg lebt. Die Germanistin hat bisher ihr Schreibtalent mit herausragenden Büttenreden in der Dorffastnacht und bei der Bearbeitung von Boulevardstücken für die Amateurtheatergruppe Burgtheater Gutenberg, deren Leiterin sie ist, unter Beweis gestellt. Zu dem Gutenbergbuch wurde sie durch Gespräche mit älteren Einwohnern angeregt. Dass alle diese interessanten Lebenserfahrungen und Erlebnisse nicht unwiederbringlich verloren gehen sollten, trieb Friederike Louis bei ihrem Vorhaben an. Am Kirmessonntag, 10. September wird das Buch nach dem ökumenischen Gottesdienst im Zelt auf dem Dorfplatz vorgestellt.

Fingerspitzengefühl gefragt

„Ein Schlüsselerlebnis war, dass mir ein älterer Herr erzählte, wie sein Vater mit dem damaligen Burgbesitzer zur Zeit des Dritten Reiches ganz mutig die Hakenkreuzfahne von der Burgmauer entfernt hat und dann sagte, er wüsste noch mehr zu erzählen“, berichtet die Autorin.

Sie benötigte für dieses besondere Geschichts- und Geschichtenbuch sehr viel Fingerspitzengefühl und einen langen Atem. Zwei Jahre nahmen die Recherche und das Schreiben in Anspruch, ein Glücksfall war, dass Friederike Louis einen Verlag am Ort fand. Verleger Dr. Jörn Kobes ist mit seinem Unternehmen Computus Druck Satz & Verlag auf Geschichte und Archäologie spezialisiert, in erster Linie auf wissenschaftliche Publikationen. Jetzt kann sich auch der Erstlingstitel von Louis mit dem prominenten Erscheinungsort Gutenberg schmücken.

Zwei Vorgaben hatte sich Friederike Louis gesetzt: Sie wollte keine Chronik im strengen Sinn schreiben, sondern ihre Themen mit den lebendigen Schilderungen der Gutenberger abrunden, und sie beschränkte sich auf das 20. Jahrhundert, da die Frühgeschichte und die mittelalterliche Epoche Gutenbergs bereits gut erforscht sind.

Etwa 50 Gutenberger Bürger hat die Verfasserin befragt und gleichzeitig um Fotos und Postkarten gebeten. Mit einem Besuch war ihr Anliegen nicht erledigt. „Was mich am meisten beeindruckt hat, war die große Differenz zu unserem Leben heute. Die Bescheidenheit und Sparsamkeit. Die Menschen haben damals aus allem etwas gemacht“, schildert Louis. Beispielsweise selbst gemachte Lockenwickler.

Eine andere Kuriosität entwickelte sich daraus, dass die evangelischen Christen besser betucht waren als ihre katholischen Glaubensbrüder und in der simultan genutzten Kirche eine Heizung in-stallieren konnten. Die Katholiken mussten dagegen mangels Geld noch lange Zeit frieren, ihnen blieb der Zugang zum gut verschlossenen Stromkasten und Heizungsschalter verwehrt.

Fotoalben wurden Friederike Louis anvertraut und Bildschätze aus Schuhkartons auf ihre Anfrage hin gehoben. Das Buch mit einem Umfang von 224 Seiten enthält über 150 Abbildungen. „Die Bildbearbeitung war sehr aufwändig“, sagt Historiker Kobes knapp. Seine wissenschaftliche Akribie förderte Entdeckungen zutage wie ein Foto von der Gutenburg aus dem Jahr 1948 mit Hakenkreuz. Die Erklärung: Man hatte das NS-Symbol mit Lehmfarbe übermalt, als die amerikanischen Soldaten kamen.

Viel Fleißarbeit

Eine weitere Fleißarbeit war es, für Aufnahmen mit Personen und Gruppen die Namen herauszufinden. Dafür nutzte Friederike Louis, die sich von Anfang an ehrenamtlich in der Gemeinde engagierte und unter anderem die Orgel spielte, ihre vielen persönlichen Kontakte. Für die Darstellung der Dorfentwicklung kam ihr wiederum eine Wiederentdeckung zugute: Die Chroniken der evangelischen Schule von 1894 bis 1939 und der katholischen Schule von 1895 bis 1968 haben auf dem Dachboden des ehemaligen Ortsbürgermeisters unbeschadet überdauert.

„Und es gab die Abschriften der Originale von Hans-Werner Heinze. Damit hatte ich kurz vor Fertigstellung des Buches gesicherte Daten“, so die Autorin. Die jeweiligen Lehrer hielten alles Wichtige im Dorfgeschehen fest, etwa wie die Kartoffelernte ausgefallen war.

Die beiden Chroniken sollen den Grundstock für ein Gemeindearchiv bilden, hoffen die Autorin und ihr Verleger. Beide wollen sich dafür einsetzen, dass die Nachlässe von Senioren mit zeitgeschichtlich relevanten Dokumenten und Fotos gesammelt werden und für die Nachwelt erhalten bleiben.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 26. August 2017, Seite 15

Lockenwickler aus Holunderholzstückchen

Von Wolfgang Bartels

DORFCHRONIK Friederike Louis hat in „Brotbuch, Burg und Buckelspritz“ Anekdoten über das Leben in Gutenberg zusammengetragen

GUTENBERG - „Glauben Sie an die Auferstehung?“, fragt der evangelische Pfarrer seinen katholischen Kollegen. Der antwortet: „Im Moment nicht.“ Beide liegen nach reichlichem Weingenuss in ökumenischer Eintracht im Straßengraben und wollen eigentlich nach Roxheim, um dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Ein 80-jähriger Winzer hat Friederike Louis (72) diese Anekdote erzählt – nur eine von Dutzenden, die die Gutenberger Autorin in den letzten beiden Jahren zusammengetragen hat.

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Ferienfreizeit für Kinder aus Gomelregion endet

Engagement Verein löst sich nach dieser Runde auf

Gutenberg. Mit einem Reisesegen verabschiedeten Pfarrer Sebastian Gutzeit und die Mitglieder des Vereins „Freunde helfen Freunden – den Kindern von Tschernobyl“ die Teilnehmer der letzten Ferienfreizeit. Der diesjährige Aufenthalt war der letzte seiner Art: Weil in den vergangenen Jahren die Zahl der Gasteltern stetig zurückgegangen ist und der Vereinsvorstand ebenfalls Probleme hat, neue Mitstreiter zu finden, haben die Mitglieder beschlossen, den Verein nun aufzulösen.

Seit 25 Jahren werden Ferienaufenthalte für Kinder aus der Gomelregion in Weißrussland durchgeführt. Diese Region war besonders stark betroffen, als die Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 im Block vier des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl, das im ukrainisch-weißrussischen Grenzgebiet liegt, weite Landstriche verstrahlte.

Zwei Jahre, nachdem die erste Freizeit organisiert worden war, gründete der Kreis der Aktiven, zu denen unter anderem Jutta Wirth, Richard Stiegler und Karin Pfeiffer gehörten, den Verein, um weißrussischen Kindern zu helfen. Die kleine Andachtsfeier in der evangelischen Kirche bereicherten die Gastkinder mit mehreren Liedbeiträgen, darunter mehrere Einzelvorträge von Veronika Roslik. Die heute 18-Jährige kam mit sechs Jahren zum ersten Mal zu einem Ferienaufenthalt nach Gutenberg und konnte – wie viele andere Tschernobyl-Kinder – mehrmals von einem Erholungsaufenthalt in unbelasteter Umgebung profitieren. Dabei sind über die Jahre hinweg viele Freundschaften entstanden. Die ersten Gutenberger Tschernobyl-Kinder sind inzwischen erwachsen und haben teils selbst schon Kinder.

Zum Abschluss der Segensfeier bedankten sich Kinder und Betreuer mit jeweils einer Rose bei Pfeiffer als Vorsitzender dafür, dass sie in Gutenberg und im Naheland eine zweite Heimat gefunden haben. Auch ein großes goldenes Herz erhielt sie von den Kindern. Für die jahrelange Unterstützung bei der Betreuung und Gestaltung des Ferienprogramms dankte Pfeiffer ihrerseits allen Gasteltern, Vereinen, Sponsoren und Initiativen sowie der Gemeindeverwaltung. Der Kontakt zwischen den Gutenbergern und den Gastkindern soll auch in Zukunft nicht abreißen. Wie Pfeiffer erklärte, will der Aktivenkreis weiterhin eine Schule und eine Suppenküche unterstützen. Im kommenden Jahr ist zudem eine Gastelternreise nach Weißrussland geplant. Christine Jäckel

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Dienstag, 15. August 2017, Seite 19

Im Oktober rücken Straßenarbeiter an

Von Wolfgang Bartels

NEUBAUGEBIET Bereits im kommenden Sommer sollen Häuslebauer „In den Heckenäckern“ in Gutenberg loslegen können GUTENBERG - Die drängendste Frage kam zuerst. „Wann können wir anfangen zu bauen im Neubaugebiet?“, wollte eine Bürgerin in der Einwohnerfragestunde wissen. Die Antwort von Bürgermeister Jürgen Frank war zufriedenstellend: „Mitte bis Ende Oktober soll es losgehen mit den Straßenbauarbeiten. Wenn das Wetter mitspielt, kann Juni/Juli nächstes Jahr mit dem Häuserbau begonnen werden, auf jeden Fall aber bis August.“ 27 Häuser sollen im Neubaugebiet „In den Heckenäckern“ entstehen – mit besten Aussichten auf die Gutenburg.

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Burgtheater Gutenberg spendet der Ortsgemeinde 1000 Euro

Gutenberg. Die Akteure des Burgtheaters Gutenberg haben das Herz auf dem rechten Fleck. Mit dem Gewinn ihrer Aufführungen unterstützen sie immer wieder Einrichtungen oder Organisationen. Diesmal erhält die Ortsgemeinde Gutenberg 1000 Euro. Im Kreis der Laienspieler übergab Regisseurin Friederike Louis den Scheck an Ortsbürgermeister Jürgen Frank für die Anschaffung einer mobilen Lautsprecheranlage für den Friedhof. Eine Ruhebank im Wert von 350 Euro gab‘s obendrauf. Die von den Gemeindearbeitern zusammen gezimmerte Sitzgelegenheit fand ihren Platz „Am Kewweberg“ auf dem Grundstück von Karl Ebert (Mitte), das dieser der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Frank dankte der Theatergruppe und Ebert für ihr uneigennütziges Engagement zum Wohl der Bürger.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 7. August 2017, Seite 20

Michelin-Senioren feiern gut gelaunt das zehnte Sommerfest

Gutenberg. Die 1050 Ruheständler des Michelin-Reifenwerks Bad Kreuznach haben viel zu der positiven Entwicklung des Unternehmens beigetragen, das mit 1650 Mitarbeitern der größte industrielle Arbeitgeber in der Region ist. Als Dankeschön erhielten alle eine Einladung zum Sommerfest, das die Mitglieder des Vereins „Wir. Senioren der Michelin Bad Kreuznach“ ausrichteten. 222 Teilnehmer hatten sich für die zehnte Auflage des Festes angemeldet, das zum achten Mal in der Gutenburghalle stattfand. Wie gewohnt fanden sich die Tischgruppen so zusammen, wie die Michelin-Rentner in ihrer aktiven Zeit in den Abteilungen zusammengearbeitet haben. Personalleiter Peter Kubitschek (links) freute sich, dass die ehemaligen Kollegen zahlreich erschienen waren und dankte Kilian Stephan und seinen Vereinskollegen, die neben dem Sommerfest auch den Schifffahrtsausflug auf dem Rhein und die Weihnachtsfeier organisieren.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 4. August 2017, Seite 46

Gutenberger Tschernobyl-Verein löst sich auf

Von Wolfgang Bartels

GUTENBERG - Am Ende gab es Rosen und Tränen. Zuerst bedankten sich die Kinder aus Tschernobyl bei Karin Pfeiffer. 25 Jahre lang hat sie den sommerlichen Aufenthalt von Kindern aus dem strahlenbelasteten Weißrussland in Gutenberg organisiert. Doch dieses Jahr ist es das letzte Mal, dass Kinder aus Minsk und Umgebung nach Gutenberg kommen. Der Verein „Freunde helfen Freunde – den Kindern von Tschernobyl“ löst sich zum Jahresende auf.

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Gastkinder aus Tschernobyl hatten viel Spaß

Projekt DRK-Ortsverein Roxheim organisierte für die Kinder letztmals einen Ausflug in den Holiday Park nach Haßloch

Roxheim. Ein letztes Mal konnten die Helfer des DRK-Ortsvereins Roxheim um ihren Vorsitzenden Sascha Bott Gastkindern aus Tschernobyl eine Freude bereiten. Knapp 30 Jahre lang organisierten die Helfer in Zusammenarbeit mit dem Verein „Freunde helfen Freunden den Kindern aus Tschernobyl“ aus Gutenberg jedes Jahr einen Ausflug.

Bereits um 6.30 Uhr trafen sich die Helfer, um die Brötchen zum Frühstück und Mittagessen zu belegen, bevor es dann um 8 Uhr mit den Kindern plus deren Dolmetschern nach Haßloch in den Holiday Park ging. Die Kinder durften in kleinen Gruppen mit den Betreuern und Dolmetschern den Park erkunden und die Fahrgeschäfte ausprobieren. Nach einem sehr erlebnisreichen Tag ging es zum Abschluss in den Burger King nach Bad Kreuznach. Dort wurden die Kinder samt Betreuer von Ralf Jullien, dem Geschäftsführer des Restaurants, zu einem Abendessen mit Burger und Pommes eingeladen. Finanzielle Unterstützung gab es zudem von der Volksbank Rhein- Nahe-Hunsrück, dem Rewemarkt Hargesheim und der Fahrschule Paul Schmitt. Geplant und begleitet wurde der Ausflug von den Helfern Jessica Bott, Sina Münchow, Michael Mackiol-Münchow und Sascha Bott, die ehrenamtlich beim DRK in Roxheim tätig sind.

Da sich der Gutenberger Verein zum Jahresende auflöst, war dieser Ausflug die letzte Fahrt mit den Kindern aus der Ukraine, was bei allen Beteiligten trotz des wunderschönen Tages traurige Gesichter hervorrief. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr schöne Tage erlebt und Freundschaften aufgebaut“, resümierte Sascha Bott, der bereits als Kind mit seinem Vater die Ausflüge betreut hatte. Er ist sich sicher, ein weiteres soziales Projekt zu finden, das die Gruppe dann sicher mit dem gleichen Tatendrang betreuen wird.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 3. August 2017, Seite 15

„Burgtheater“ spendet an die Gemeinde Gutenberg Ruhebank und Lautsprecheranlage

 GUTENBERG - (wba). Mit Kultur kann man vielleicht nicht reich werden, aber manchmal langt es immerhin für eine Bank – zumindest in Gutenberg. Die Gruppe des „Burgtheaters“ hat eine gemütliche Sitzbank gestiftet und am Wanderweg von Gutenberg nach Roxheim aufgestellt.

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Es war Liebe auf den ersten Blick

Jubiläum Diamantene Hochzeit im Hause Süß – Bei der Weihnachtsfeier des TuS Roxheim fing alles an

Gutenberg. „Jung gefreit hat nie gereut.“ Das alte Sprichwort könnte kaum besser passen als zu dem Gutenberger Ehepaar Hans und Hannelore Süß, das am heutigen Donnerstag im Kreise seiner Familie, Freunden, Verwandten und Bekannten Diamantene Hochzeit feiert.

1950, bei der Weihnachtsfeier des TuS Roxheim im Saale Hörning forderte der 21 Jahre alte Hans Süß aus Gutenberg die damals 16-jährige Hannelore Schneider aus Roxheim zum Tanz auf. Antwort der danebensitzenden Mutter: „Die kann noch nit danze.“ Hans blieb hartnäckig und sagte: „Ich bringe ihr das schon bei.“ Und schon legte er mit ihr einen Schieber aufs Parkett. Von da an verloren sich beide nicht mehr aus den Augen, denn es war die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Sieben Jahre später trat das Paar in der evangelischen Kirche von Roxheim vor den Traualtar.

Die Jubilarin (82) erlernte den Beruf der Schneiderin, den sie auch einige Jahre ausübte. Seit mehr als 30 Jahren bringt sie ihre Stimme im gemischten Chor Gesangverein (GV) Gutenberg ein. Sie war lange im Turnverein Gutenberg aktiv und nimmt noch gern gemeinsam mit ihrem Mann am Seniorenkaffee der Gemeinde teil. Mit intensiver Arbeit im Pflanz- und Blumengarten hat sich das Jubelpaar bis zum heutigen Tag fit gehalten. Bei gemeinsamen Reisen stand Spanien ganz oben. In früheren Jahren waren beide bei der Gutenberger Dorffastnacht gesetzt. Ihre lustigen Zwiegespräche ließen Freudentränen nur so kullern.

Der Jubilar (87) brachte 67 Jahre lang bis 2016 seine Tenorstimme im GV Gutenberg ein, der ihm die Ehrenmitgliedschaft ebenso verlieh wie der TuS Gutenberg. Zudem sang er 25 Jahren lang im Michelin-Werkschor Bad Kreuznach. Hans Süß ist gelernter Friseur. Im elterlichen Landwirtschafts- und Weinbaubetrieb war er tätig, verdiente den Lebensunterhalt für sich und seine Familie bei den US-Streitkräften in Bad Kreuznach, in den Rüsselsheimer Opelwerken und den Seitz-Werken Bad Kreuznach. Den Gratulationsreigen für das in der Dorfgemeinschaft geschätzte und beliebte Ehepaar eröffnen die fünf Kinder, Schwiegerkinder, fünf Enkel und zwei Urenkel. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 27. Juli 2017, Seite 14

Viermal Gold für Kiltz-Kreszenzen

AUSZEICHNUNGEN Gutenberger Weingut glänzt bei Blindverkostung und unterstreicht Ruf als Sauvignon-Blanc-Experte GUTENBERG - Mit der an der Nahe erst wenig verbreiteten Rebsorte „Sauvignon Blanc“ gelang dem Gutenberger Weingut Genheimer-Kiltz das Kunststück, sich bei einer groß angelegten Blindverkostung des Jahrgangs 2016 gleich mit vier goldprämierten Weinen in der Spitzengruppe zu etablieren. Hierzulande gelten Vater Georg Kiltz und Sohn Harald ohnehin schon seit Jahren als die Sauvignon-Blanc-Experten. ...

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Viele Infos, aber Optik von gestern

Von Simone Mager

WEBCHECK Gutenberg präsentiert sich auf seiner Internetseite rührig, aber ohne visuelle Eindrücke GUTENBERG - „Das sympathische Weindorf an der Nahe“, wie es auf der Webpräsenz von Gutenberg heißt, zeigt sich im Internet mit einem Auftritt, der zwar optisch von gestern ist, jedoch eine Fülle an Informationen bietet – im Webcheck die erste Gemeinde, die das Grußwort des Bürgermeisters sogar auf Englisch und Französisch veröffentlicht.

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65 Jahre im Chorgesang aktiv

Für stolze 65 Jahre Singen zeichnete der Vorsitzende des Kreismusikverbands, Herbert Drumm (rechts), Josef Lukas (2. von links) und Valentin Glöckner vom Gesangverein Gutenberg unter Beifall mit dem Ehrenbrief und der Ehrenurkunde des Chorverbands aus. In seiner Laudatio blickte Drumm auf die Zeit zurück, als beide Jubilare den Weg in den Chor fanden. Dabei sprach er von einem wichtigen Bestandteil des Gutenberger Kulturträgers. Dessen Vorsitzender Wilhelm Schneider (links) freute sich mit den treuen Sängern, denen er zu ihrer Auszeichnung gratulierte.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 3. Juli 2017, Seite 17

Stromausfall nach Feuer

Trafobrand In fünf Gemeinden war die Elektrizität weg

Kreis Bad Kreuznach. Ein Brand in einer Trafostation in Wallhausen im Weinbergsblick hatte weiträumige Folgen: In gleich fünf Gemeinden fiel dadurch die Elektrizitätsversorgung aus. Der Kabelschmorbrand löste am Dienstag um 10.01 Uhr Alarm bei der Feuerwehr in Wallhausen und der Einsatzzentrale in Rüdesheim aus.

Stromausfälle gab es in den Gemeinden Wallhausen, Hergenfeld, Gutenberg, Roxheim und Rüdesheim. Als die Einsatzkräfte aus Wallhausen an der Einsatzstelle im Weinbergsblick ankamen, drang leichter Rauch aus dem Trafohäuschen. Nachdem Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgers eingetroffen waren, konnte die Tür durch diesen geöffnet werden. Der Schmorbrand war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits eigenständig erloschen. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten kontrollierte ein Trupp der Feuerwehr die Transformatorenstation vorsorglich mit der Wärmebildkamera. Mit einem Drucklüfter wurde die Station entraucht und anschließend wieder dem Energieversorger übergeben.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Mittwoch, 28. Juni 2017, Seite 13

Sänger und Zuhörer genießen musikalischen Nachmittag

Konzert Gaumenfreuden und Sangesgenuss ergänzen sich beim Auftritt des Gesangvereins Gutenberg und seiner Gäste

Gutenberg. Die Worte „Musikalischer Kaffeeklatsch“ interpretierte der Vorsitzende des ausrichtenden Gesangvereins Gutenberg Wilhelm Schneider folgendermaßen: „Musik hören, Kaffee trinken und klatschen.“ Und genau das taten mit großer Freude die Zuhörer und Sänger, die ins evangelische Gemeindehaus gekommen waren, um bei Kaffee und Kuchen schönem Chorgesang zu lauschen.

Und schon verkündeten die froh gelaunten und bestens disponierten Gastgeber unter der Leitung von Jürgen Heber mit reichlich Sangesfreude „Wie herrlich ist's im Wald“, um dann mit großer Ausdrucksstärke den „Zauber der Heimat“ zu besingen. Klar, dass die Zuhörer nicht mit Beifall sparten. Den gab's auch für den örtlichen evangelischen Kirchenchor, liebevoll „Chörchen“ genannt, dessen Interpreten mit „Einer hat uns angesteckt“ mit ihrem Glauben nicht hinterm Berg hielten. „Schau auf die Welt“, stimmten die Sänger um ihre Leiterin Sun-Yung Kang-Mäder an und erfreuten mit einem erfrischend fröhlichen Halleluja ebenso wie mit einem afrikanischen Glaubenslied, bei dem dann Mitklatschen angesagt war.

Dass Zeit ein Geschenk ist, machten die Akteure vom MGV Schöneberg unter der Leitung von Tamara Lukas deutlich und ließen das Publikum beim „Pater noster“ die Ohren spitzen. Der kleine, aber feine Chor, der stimmlich hervorragend besetzt war, verschaffte sich mit „Die Rose“ den allerbesten Platz in der Erinnerung der Zuhörer. Mit dabei war auch der katholische Kirchenchor Spabrücken. Die Protagonisten um ihren musikalischen Leiter Andreas Keber stellten mit „I Will Sing With the Spirit“ und dem Hit „Alles nur geklaut“ von der Gruppe Die Prinzen gekonnt unter Beweis, dass sie auch das weltliche Liedgut bestens beherrschen. Mit dem „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3 überzeugte der Chor genauso wie mit dem Ohrwurm „Rote Lippen sollst du küssen“.

Den gesanglichen Schlusspunkt unter einen unterhaltsamen Nachmittag setzten schließlich die Sänger des Gesangvereins Gutenberg, die sich insgesamt als gute und aufmerksame Gastgeber erwiesen, mit dem mexikanischen Mambo „Aelelita“ und dem gern gehörten Schlager „Gitarren klingen leise durch die Nacht“. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 26. Juni 2017, Seite 18

König gewinnt in Gutenberg

Tischtennis Zwölf Teilnehmer beim Rheinland-Cup – Schwache Resonanz beim Teamturnier

Gutenberg. Der Favorit hat sich durchgesetzt. Florian König, der in der Tischtennis-Regionalliga für den TTC Kerpen Illingen spielt, hat den Rheinland-Cup des TuS Gutenberg gewonnen. Der Idar-Obersteiner kam allerdings nicht ganz ungeschoren durch das Turnier. Seine einzige Niederlage kassierte König gegen Ulrich Korell vom TTC Laubenheim, der auf dem vierten Platz landete.

Zwölf Spieler nahmen an dem Kräftemessen in der Gutenburghalle teil – für Modus und Platzkapazität eine ideale Zahl. Gespielt wurde nach dem sogenannten Schweizer System. Zunächst traten Akteure mit geringerem Ranglistenwert gegen solche mit höherem an. Danach traf Sieger auf Sieger und Verlierer auf Verlierer, bis nach sechs Runde die Rangfolge feststand.

Fünf Tische standen zur Verfügung. So kam es immer wieder zu kleinen Unterbrechungen, da eine neue Runde erst beginnen konnte, wenn die vorherige abgeschlossen war. Die Spieler nutzten die kurzen Pausen zur Regeneration, da sechs Spiele in Folge – gerade bei den tropischen Temperaturen in der Halle – hohe Anforderungen an die Kondition stellten. Erst ein Gewitter senkte die Celsiusgrade auf eine erträgliche Höhe. Um 22 Uhr, nach vierstündiger Spielzeit, standen alle Platzierungen fest. Hinter König reihten sich mit einer Ausbeute von je 4:2 Spielen Karl Gromowski (TTC Kirn), Dirk Kemmer, Ulrich Korell (beide TTC Laubenheim) und Oliver Eid (SG Frei-Laubersheim/Hackenheim/Winzenheim) ein.

Weniger erfreulich für den TuS Gutenberg war die Resonanz Tags darauf auf das Zweier-Mannschafts-Pokalturnier. Lediglich drei Teams bewarben sich um den Sieg, und das, obwohl der Vorgabemodus allen Teilnehmern gleiche Chancen eröffnete. Selbst vom ausrichtenden Verein gingen keine Spieler an den Start. Über die genaue Ursache für die schwache Beteiligung rätselten auch die Veranstalter, da der Wettbewerb jahrelang der größte seiner Art in der Region war. TuS-Abteilungsleiter Jürgen Wallraf wollte nicht ausschließen, dass dieses Turnier letztmals stattgefunden hat. Gleich die erste Begegnung endete mit einer Überraschung. Holger Kaucher (TTC Kirn) und Uwe Mittelstädt (SG Birkenfeld/Heimbach) gewannen 3:2 gegen Michael Best und Florian Franzmann von der TTG Niederhausen/Norheim. Anschließend setzten sich Best und Franzmann mit 4:1 gegen Astrid Bäder (TTG Hargesheim/ Roxheim) und Thomas Lembrich (TTG Bad Kreuznach) durch. Da das unterlegene Team zum Abschluss Kaucher und Mittelstädt mit 5:0 bezwang, waren alle drei Mannschaften punktgleich. Weil zwei Paare auch das gleiche Spielverhältnis aufwiesen, mussten die Sätze gezählt werden. Da setzte sich das Duo aus Niederhausen und Norheim vor Bäder und Lembrich durch.

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Mittwoch, 7. Juni 2017, Seite 25

Aufstieg wie Meistertitel gefeiert

Aufstiegsrunde zur A-Klasse

Bad Kreuznach Gutenberger Lob an den Kontrahenten Von unserem Redakteur Olaf Paare

Gutenberg. Andreas Gabalier setzte wieder und wieder an. Mit seinem Ohrwurm „Hulapalu“ in der Dauerschleife feierten die Fußballer des TuS Gutenberg nach dem 3:1 über die SG Alsenztal II – wir berichteten bereits – den Aufstieg in die A-Klasse.

„Happy Hour mitten in der Nacht“, heißt es in dem Lied. Auch wenn es erst kurz nach 21 Uhr war, glücklich waren die Gutenberger allemal, ließen die Sektkorken knallen und zelebrierten die obligatorischen Bierduschen. Der Aufstieg durch das Hintertürchen wurde in Gutenberg wie eine Meisterschaft bejubelt. „So fühlt es sich auch an. Gerade nach dem verlorenen Entscheidungsspiel in Fürfeld gegen die TSG Planig war das ein schöner Ausgleich“, sagte der Gutenberger Trainer Marco Enkler. Er freute sich, dass sich seine Spieler für eine außergewöhnliche Saison belohnten. „Das Wort Aufstieg haben wir das erste Mal vor dem Spiel in Fürfeld in den Mund genommen, davor nie, weil es gar nicht unser Anliegen war“, berichtete Enkler. Ihm war es wichtig, auch dem Gegner ein Lob auszusprechen: „Ich fand es extrem fair, dass die Alsenztaler ihre Mannschaft nicht von oben verstärkt haben, sondern mit ihrem normalen Team gespielt haben. Das hat zur Fair-Play-Ehrung vor dem Spiel gepasst.“ Enkler weiß aber, dass er seinen Kader, der nahezu komplett bleiben wird, verbreitern muss. Vier Zugänge sind geplant. Einen Abgang gibt es auch: Nach 78 Minuten wurde Enklers Bruder Danny mit einem Riesen-Applaus verabschiedet. Alle Spieler kamen angelaufen und klatschten ihn ab. Er wird nur noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen.

SGA-Trainer Maximilian Bauer gratulierte den Gutenbergern „zu einem verdienten Aufstieg“. Er machte aber auch seinem Team ein Kompliment: „Die Jungs haben das gut gelöst. Da sind viele junge Spieler dabei, die aus solchen Spielen viel lernen und mitnehmen können.“

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Dienstag, 6. Juni 2017, Seite 13

Große Dirigenten und tolle Ensembles erlebt

Glückwunsch Spitzenmusiker Claus Louis feiert in Gutenberg mit seinen Lieben seinen 80. Geburtstag

Gutenberg. Die große und kleine Musikwelt war und ist das Leben von Claus Louis, der am Pfingstmontag seinen 80. Geburtstag feiert. Der ehemalige Kammermusiker war vier Jahrzehnte lang aktiv und musiziert auch heute noch mit großer Begeisterung. Seit 16 Jahren lebt er in Gutenberg. In der Gemeinde im Gräfenbachtal fand er nicht nur seine zweite Heimat, sondern, wie er mit einem verschmitzten Lächeln gegenüber dem Oeffentlichen Anzeiger erklärte, „auch die Frau fürs Leben, nach der ich immer gesucht habe, und jede Menge liebgewonnener Freunde“. Der vitale Senior studierte einst Germanistik, dann Geige und Kammermusik bei Günter Kehr und Arthur Grumiaux. Als Stimmführer gehörte er dem Beethoven-Orchester Bonn an. In seiner Laufbahn hat Claus Louis unter vielen großen Dirigenten dieser Welt gespielt, von von Karajan bis Paul Hindemith. Darüber hinaus war er ein gern gesehener Gastmusiker beim Mainzer Kammerorchester, der Capella Coloniensis, dem englischen Orchester Academy of St. Martin in the Fields und dem Ensemble Intercontemporain in Paris (Vereinigung internationaler Solisten für Produktion und Konzerte mit neuster, vorwiegend experimenteller Musik). Zudem wirkte er 13-mal im Orchester der Bayreuther Festspiele mit und bei zahlreichen Produktionen der Fernsehsendung „Bios Bahnhof“. Der Sohn eines Schauspielerehepaars war mit großer Begeisterung auch 20 Jahre lang als Primarius des Louis-Quartetts kammermusikalisch tätig.

Der Jubilar gründete in Gutenberg das Lousiana Swingtett, das bei diversen Veranstaltungen wiederholt für große Aufmerksamkeit sorgte. Seinen ursprünglichen Wunsch, Schauspieler zu werden, erfüllt er sich mit großer Begeisterung in tragenden Rollen bei den Aufführungen des Burgtheaters Gutenberg, wo er zur Stammbesetzung zählt. Während seiner Studienzeit in Köln verdiente Claus Louis seine Brötchen mit Klarinetten- und Saxophonspiel in den Jazzkellern der Domstadt. Der Senior ist ein exzellenter Kenner von Shakespeare und ein großer Liebhaber von Inszenierungen. Von daher besucht er mit seiner Ehefrau Friederike frei nach dem Motto „Früher habe ich die Menschen unterhalten, heute gehöre ich zu den Zuhörern“, immer wieder Aufführungen in den großen europäischen Häusern. Zu den ersten Gratulanten für den Hobbybuchbinder gehören seine Ehefrau, die drei Kinder und zwei Enkel. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 3. Juni 2017, Seite 16

Gutenberg jubelt, Alsenztal II trauert

Fußball-Aufstiegsrunde zur A-Klasse Bad Kreuznach TuS gewinnt auch zweite Partie – Mohammadi (2) und Krupa treffen beim 3:1 Von Olaf Paare und Mirko Bernd

Gutenberg. Der TuS Gutenberg hat es geschafft: Nach der bitteren Niederlage im Meisterschaftsendspiel gegen die TSG Planig setzte sich das Team von Trainer Marco Enkler nun in den beiden Aufstiegsspielen zur A-Klasse Bad Kreuznach gegen die SG Alsenztal II durch. Das Hinspiel hatten die Gutenberger bereits mit 4:1 gewonnen, gestern Abend legten sie zu Hause ein 3:1 (2:0) nach und ließen es vor 200 Zuschauern im Anschluss krachen. Als die Meister-shirts übergestreift wurden, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Alsenztal II bleibt B-Ligist.

Dabei waren die Vorzeichen gar nicht so gut für die Hausherren, denn der Drei-Tore-Mann vom Sonntag, Kamil Frackowiak, fehlte. Der ehemalige Alsenztaler weilte im Urlaub. Aber er wurde gut vertreten, denn es waren noch andere da, die die SG „nass“ machten. Im wahrsten Sinne des Wortes tat das Petrus zu Beginn des Spiels mit allen Akteuren, denn es goss wie aus Kübeln. Schiedsrichter Patrick Nikodemus pfiff die Partie auf dem Gutenberger Rasen aber an, und bereits zwei Minuten später gab es schon wieder Anstoß. Denn der TuS hatte einen Start nach Maß hingelegt und war durch Adrian Krupa in Führung gegangen. Nach einem abgefälschten Freistoß stand er am langen Pfosten völlig frei und hatte keine Mühe, den Ball zum 1:0 ins Netz zu donnern. Alsenztal kam dann etwas besser ins Spiel und hatte seine erste Chance durch Nico Zinser (11.). Aber ab der 30. Minute übernahm Gutenberg wieder das Kommando. Und in der 39. Minute stand es 2:0. Omid Mohammadi traf aus 22 Metern mit einem cleveren Volleyschuss nach einer Ecke über die komplette Abwehr der Alsenztaler samt Keeper Sven Schenk hinweg ins Tor. Mit dem 2:0 ging es in die Kabinen und es sah nicht danach aus, als könnten die Gäste die Geschichte drehen.

Aber es wurde doch noch einmal spannend, denn schon nach 52 Minuten traf Zinser nach einem schönen Solo für Alsenztal zum 2:1. Während dieser Treffer überraschend fiel, wäre ein weiterer nicht mehr in diese Kategorie gefallen, denn Alsenztal gab sich nicht auf. Aber der TuS überwand die kleine Schwächephase. Danny Enkler, Bruder des TuS-Trainers, vergab nach 66 Minuten eine Doppelchance, das wäre wohl die Entscheidung in einer guten zweiten Hälfte gewesen. Die nächste Doppelchance vergab der TuS in der 74. Minute – erst durch Mohammadi, dann durch Niklas Mittwich. In der 83. Minute aber machte es Mohammadi besser, viel besser. Von der Außenlinie zog er nach innen, zog ab und dann zog er Leine zum Jubeln – es stand 3:1, Gutenberg rüstete sich für die Aufstiegsfeier.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 3. Juni 2017, Seite 25

Baugrundstücke unter der Gutenburg

GEMEINDERAT Straßenarbeiten „In den Heckenäckern“ könnten im September beginnen GUTENBERG - (wba). Mit Kosten von 615 000 Euro rechnet der Gemeinderat für den Straßenbau im Neubaugebiet „In den Heckenäckern“. Der Bau könnte im September/Oktober beginnen und brauche acht Monate, so der beauftragte Planer. Der Gemeinderat beschloss, Bürgermeister Jürgen Frank mit der Vergabe an den günstigsten und geeignetsten Anbieter zu beauftragen. Der Rat beschloss zudem, die fertig ...

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Enkler-Elf setzt Ausrufezeichen

Aufstiegsrunde zur A-Klasse Bad Kreuznach Gutenberger legen 4:1-Erfolg vor

Von unserem Mitarbeiter Lukas Erbelding

Alsenz. Am Ende kam für Kamil Frackowiak, Torjäger des TuS Gutenberg, nicht nur das Können, sondern auch das Glück hinzu. Timo Saueressig schlug in Minute 80 einen Freistoß in den Strafraum der SG Alsenztal II. Der Ball wurde zuerst geblockt, woraufhin Niklas Mittwich aus der zweiten Reihe abzog. Frackowiak stand in der Schussbahn und fälschte das Leder unhaltbar für SGA-Keeper Sven Schenk ins Tor ab. Es war der Treffer zum 4:1 (1:1)-Endstand für die Gutenberger Fußballer, die im ersten Aufstiegsspiel zur A-Klasse Bad Kreuznach direkt ein dickes Ausrufezeichen setzen konnten.

Überhaupt war es das Spiel von Frackowiak gewesen. Gegen seinen ehemaligen Verein trumpfte der Gutenberger Angreifer mächtig auf und hatte schon vor dem 4:1 zwei Treffer erzielt. Nach einem schönen Spielzug über mehrere Stationen passte Adam Uciechowski auf Frackowiak, der aus halbrechter Position zum 1:0 netzte (17.). Das 3:1 resultierte aus einer schönen Einzelaktion. Frackowiak lief einem langen Ball aus der eigenen Hälfte hinterher, zog einem Gegenspieler im Sprintduell davon, ehe er in den Strafraum eindrang und die Kugel mit der Fußspitze im gegnerischen Kasten unterbrachte (77.). Dass die Partie einen solch deutlichen Verlauf nehmen würde, war keineswegs vorhersehbar gewesen. In den ersten Minuten hatte der TuS Probleme mit den sehr energisch auftretenden Gastgebern. Dennis Weber setzte nach acht Minuten Dominik Geyer in Szene, dessen Abschluss aber kein Problem war für TuS-Keeper Dennis Meder. Kurz darauf wurde das Duell offener, da sich auch die Auswärtigen einige Szenen in der Nähe des SGA-Strafraums erspielten.

Vom 0:1 zeigten sich die Kombinierten keineswegs geschockt. „In der ersten Hälfte war es ein Hin und Her. Nach 30 Minuten hat die SGA etwas die Kontrolle übernommen“, stellte TuS-Übungsleiter Marco Enkler treffend fest. Der Ausgleichstreffer für die Heimmannschaft kurz vor dem Pausenpfiff war durchaus verdient. Markus Porr zirkelte einen Freistoß von der linken Seite gefühlvoll ins Torwarteck (43.). Die Gutenberger hatten dort sogar noch einen Spieler positioniert. Doch auch dieser konnte den Einschlag nicht verhindern. In den zweiten 45 Minuten stellte das 2:1 durch René Dupont eine Art Knackpunkt dar. Der eingewechselte Routinier Stefan Jung wurde im Strafraum von Keeper Schenk gelegt. Den Elfmeter verwandelte Routinier Dupont souverän (65.). „Im zweiten Abschnitt waren wir überlegen. Meine Mannschaft ist an ihr Limit gegangen. Wir mussten das Spiel gegen die TSG Planig vom Mittwoch nicht nur körperlich, sondern auch mental erst einmal wegstecken“, kommentiere Enkler. In der Folgezeit trat der TuS dominant auf und sorgte dank des Doppelpacks von Frackowiak für recht deutliche Verhältnisse.

SGA-Coach Maximilian Bauer, der personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte und im ersten Durchgang auch noch Kapitän Florian Wendling angeschlagen auswechseln musste, bilanzierte: „Das Spiel spiegelt unseren Saisonverlauf wider. Wir hatten wieder viele Verletzungssorgen. Entscheidend war aus meiner Sicht das Gegentor zum 1:2.“

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 29. Mai 2017, Seite 13

Gutenberg erhöht die Hundesteuer

Gemeinderat Doppelhaushalt 2017/18 schließt mit roten Zahlen – Neubaugebiet kostet erstmal viel Geld

Gutenberg. Bei Mäharbeiten fliegt den Gutenberger Gemeindearbeitern im wahrsten Sinne des Wortes der Hundedreck um die Ohren. Darüber hinaus häufen sich die Beschwerden über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner im Gemeindebereich. Daher schlug Ortsbürgermeister Jürgen Frank bei der Beratung des Doppelhaushalts 2017/18 im Gemeinderat eine Erhöhung der Hundesteuer vor, die zu Diskussionen Anlass gab. Letztlich billigte der Rat die Anhebung bei zwei Gegenstimmen. Für den ersten Hund sind jetzt 40 statt 35 Euro fällig, für den zweiten Hund 60 statt 51, für jeden weiteren Hund 80 statt 68 Euro.

Weniger Personalkosten

Der Ergebnishaushalt 2017 schließt bei den Erträgen mit 1 131 850 Euro ab und bei den Aufwendungen mit 1 212 700 Euro, sodass hier ein Fehlbetrag von 80 850 Euro zu verzeichnen ist. Im Finanzhaushalt stehen den Einzahlungen von 1 550 Millionen Euro Auszahlungen von 1,563 Millionen Euro gegenüber. Das entspricht einem Minus von 13 000 Euro.

2018 sieht es weitaus günstiger aus. Die Erträge im Ergebnishaushalt betragen 1 145 750 Euro und die Aufwendungen 1 224 600 Euro. Damit schlägt ein Fehlbetrag von 78 850 Euro zu Buche. Im Finanzhaushalt betragen die Einzahlungen 300 000 Euro, die Auszahlungen zunächst 0 Euro.

Die Personalkosten verringern sich 2017 gegenüber dem Vorjahr um 29 700 Euro, betragen aber dennoch 401 550 Euro. Die Sachkosten sind 5800 Euro höher als im Vorjahr. An Sonderumlagen Grundschule sind in diesem Jahr 35 750 Euro und nächstes Jahr 36 100 Euro fällig.

Bei der Gewerbesteuer werden jeweils 75 000 Euro erwartet, bei der Lohn- und Einkommensteuer 512 800 und 528 200 Euro. Bei den Ausgaben schlagen die Umlagen an Land, Kreis und VG 2017 mit 492 650 Euro und 2018 mit 502 200 Euro zu Buche.

Gegenüber 2016 ist der positive Saldo um 15 500 Euro schlechter. Der Grund liegt darin, dass die Schlüsselzuweisung des Landes um fast 22 000 Euro zurückging. Jetzt wird eine Schlüsselzuweisung von 19 000 Euro erwartet, erklärte Bürgermeister Markus Lüttger, der mehrere Haushaltsschwerpunkte erläuterte. Auf die Kosten im Investitionsbereich eingehend, sprach er von Zahlen im Millionenbereich, bedingt durch die Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit der Erschließung des Neubaugebiets „In den Heckenäckern“. Für den Erwerb von Grundstücksflächen einschließlich Vermessung und Kreisverkehrsplatz sind 700 000 Euro ebenso vorgesehen wie 615 000 Euro für den Straßenbau und einmalige Beträge für die Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung in Höhe von 300 000 Euro.

Die Verkaufserlöse inklusive der Erschließungsbeiträge bezifferte Lüttger auf 1,850 Millionen Euro. 2019 kommen noch 300 000 Euro dazu. Von den 28 Baugrundstücken dürften dieses Jahr 20 verkauft werden, vier 2018 und der Rest 2019. Der 700 000 Euro teure Ankauf des Baulands wird über ein Darlehen bei der VG-Kasse finanziert. Als weitere Investitionen sind 60 000 Euro für die Anschaffung eines Gemeindetraktors vorgesehen, sowie 3000 Euro für die Erneuerung des Vorplatzes der Friedhofshalle. Die Finanzierung erfolgt aus dem Verkauf der Baugrundstücke und der geringen freien Finanzspitze von 1650 Euro.

Hoffen auf Plus 2019

„Die Haushaltslage ist trotz niedriger VG-Umlage schwieriger geworden, zumal der Schwellenbereich für die Schlüsselzuweisungen gesenkt wurde“, bilanzierte Lüttger. Für Gutenberg bedeutet das 20 000 Euro weniger im Jahr. Ortsbürgermeister Frank zeigte sich zuversichtlich, „dass wir im Jahr 2019 wieder ein Plus verzeichnen können“. Der Gemeinderat billigte das Zahlenwerk einhellig. nn

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Dienstag, 23. Mai 2017, Seite 21

TV Gutenberg geht mit der Zeit

Jahreshauptversammlung Breite Angebotspalette für jedes Alter kommt gut an

Gutenberg. Im TV Gutenberg herrscht ein reges Vereinsleben. Das zeigte Schriftführerin Renate Eckes in der Jahreshauptversammlung des 274 Mitglieder zählenden Vereins auf. Die Angebotspalette reicht von Walking, „Gutes für den Rücken“, funktioneller Gymnastik, Step-Aerobic, Fit-Mix, Zumba, Line-Dance und Seniorengymnastik bis hin zum Ablegen des Deutschen Sportabzeichens. Letzteres überreichten die Übungsleiter Wilhelm Schneider und Harald Konrath einschließlich Urkunden an 20 Männer, Frauen und Kinder.

Ab 1. Mai bietet der TV Wandern an mit Touren in der näheren und weiteren Umgebung Gutenbergs. Die Termine werden in der Tageszeitung und im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde veröffentlicht. Im Oktober wurde ein Indicakurs begonnen, der jeweils donnerstags in der mittleren Turnhalle der Geschwister-Scholl-Schule in Wallhausen stattfindet. Die Vorstandsneuwahlen waren ein Vertrauensbeweis für die Amtsinhaber. Vereinschef Peter Kubitscheck teilte mit, dass der TV an der traditionellen Wanderung des örtlichen Gesangvereins am 1. Maifeiertag teilnimmt. nn Weitere Informationen zum TV Gutenberg auf der Internetseite www.turnverein-gutenberg.de

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Samstag, 22. April 2017, Seite 15

Betrunkene Frau tritt vor Gutenberger Festhalle nach Security-Personal

GUTENBERG - (hg). In der Nacht zum Ostermontag wurde der Polizei um 2.05 Uhr ein Randalierer in Gutenberg an der dortigen Festhalle gemeldet. Als Mitarbeiter eines Security-Dienstes den Randalierer am Boden fixieren mussten, kam die sehr stark alkoholisierte Lebensgefährtin des Randalierers hinzu und griff das Sicherheitspersonal mit Tritten und Schlägen gegen die Köpfe an. Zeugen, die schlichten ...

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Gutenberg: Flucht zu Fuß vor der Polizei nützt nichts

GUTENBERG - (hg). In der Nacht zum Ostermontag hatte die Polizei in der Schulstraße in Gutenberg eine Kontrollstelle eingerichtet. Um 2.35 Uhr bremste ein Auto etwa 40 Meter vor der Kontrolle und ein Paar verließ fluchtartig das Fahrzeug und versuchte, sich aus dem Staub zu machen. Die Polizeibeamten, ebenfalls gut zu Fuß, nahmen sofort die Verfolgung auf und konnten Fahrer und Beifahrerin ...

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Wandern mit dem TV Gutenberg

GUTENBERG - (red). Am Sonntag, 9. April, startet der TV Gutenberg in Auen zu einer etwa elf Kilometer langen Rundwanderung mit leichten bis mittleren Anforderungen, durch eine vielfältige Kulturlandschaft am Soonwaldrand. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Bürgerhaus in Gutenberg sowie um 11.15 Uhr am Parkplatz am Kneipptretbecken. Eine Schlussrast ist im „Jäger aus Kurpfalz“ vorgesehen.

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Holzstapel in Gutenberg brennt

GUTENBERG - (red). In der Nacht zu Dienstag brannte in der Gemarkung Gutenberg ein Holzstapel. Als die Feuerwehren aus Gutenberg und Wallhausen sowie das Tanklöschfahrzeug der Rüdesheimer Wehr um kurz nach zwei Uhr nachts alarmiert wurden, war der Feuerschein nordöstlich der Ortslage bereits deutlich zu sehen. Beim Eintreffen der Feuerwehren am Brandort war der Holzstapel jedoch weitestgehend abgebrannt.

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Neue Ausrüstung schafft Sicherheit

Mit Hilfe des Fördervereins Freunde der Feuerwehr konnten ein Torantrieb und Einsatzausrüstung angeschafft werden

Kreis Bad Kreuznach

Der Förderverein Freunde der Feuerwehreinheit Gutenberg war lange Jahre in einen Dornröschenschlaf versunken. Seit 2009 ist er wieder aktiver denn je. In den ersten Jahren nach der Reaktivierung stand die Erwirtschaftung von finanziellen Mitteln zur Unterstützung bei der Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs im Vordergrund. Dank des monetären Beitrags des Fördervereins konnte 2015 ein fabrikneues Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W) beschafft werden. Die erweiterte Ausstattung des Fahrzeugs mit dem Wassertank konnte nur durch die großzügige Finanzspritze des Fördervereins realisiert werden. Nunmehr ist man bestrebt, die restliche Ausrüstung der örtlichen Feuerwehreinheit und der Jugendfeuerwehr aufzuwerten.

Unlängst beteiligte sich der Förderverein der Gutenberger Floriansmannschaft zur Hälfte an den Kosten für einen neuen Torantrieb in der Fahrzeughalle. Der neue Antrieb ist unter anderem mit einer Funkfernsteuerung ausgerüstet, sodass das Tor beim Ausrücken nicht mehr zeitraubend per Handtaster heruntergefahren werden muss. Ebenso wurden für die Jugendfeuerwehr hochwertige Wetterschutzjacken beschafft, damit der Nachwuchs zu jeder Jahreszeit gut geschützt und warm dem Hobby Feuerwehr nachgehen kann. Dieser Tage nun wurde die Ausrüstung für die Atemschutzgeräteträger optimiert. Für die vier in Gutenberg stationierten Atemschutzgeräte wurde je ein Beutel für Fangleinen beschafft, der direkt am Atemschutzgerät befestigt werden kann und somit immer mit in den Einsatz geht. Das unhandliche Umhängen der alten Leinenbeutel entfällt, die Geräteträger haben mehr Freiraum. Zusätzlich wurde für jeden Atemschutztrupp ein Holster (Tragetasche) für eine Brandfluchthaube beschafft. Mit diesen Hauben kann die Feuerwehr Personen aus verrauchten Bereichen retten.

Neben den Hauben können in den Holstern weitere „kleine Helferleins“ mitgeführt werden, wie zum Beispiel ein Rettungsmesser, eine Endlosbandschlinge mit Karabinerhaken, Markierungsstifte und kleine Holzkeile. Auch diese Hilfsmittel beschaffte der Förderverein. All dies kann dem Angriffstrupp im Innenangriff wertvolle Dienste leisten und trägt so zur Sicherheit der Einsatzkräfte und zur schlagkräftigen Rettung betroffener Personen bei.

Der gesamte finanzielle Beitrag des Fördervereins zur Unterstützung der Gutenberger Feuerwehr belief sich in den letzten Jahren auf über 18 000 Euro. Erwirtschaftet wurde dieses Geld durch Mitgliedsbeiträge und Festveranstaltungen, wie das jährliche Haxenessen an der Kirmes, den Martinsumzügen und den Sommerfesten. Jeder Bürger mag hier nun erkennen, dass er mit seiner Mitgliedschaft im Feuerwehrförderverein und mit seinen Besuchen auf den Feuerwehrveranstaltungen einen guten Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit leistet, indem die Einnahmen wirkungsvoll in die Ausrüstung der Feuerwehr reinvestiert werden.

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Freitag, 24. März 2017, Seite 45

Darsteller des Burgtheaters Gutenberg bringen originell inszenierte Komödie auf die Bühne

Von Sonja Flick

GUTENBERG - „Ich glaub, mein Schwein pfeift“, das war ja wohl Boulevardtheater vom Feinsten. Sympathische Charaktere, eine gehörige Prise Liebe, ein Hauch von Paris und ganz viele Portionen Chaos wegen emotionaler Verwirrungen waren die groben, höchst amüsant vermischten Zutaten des zauberhaften Stücks „Bonjour oder Alles nur Theater“. Erfrischend und kurzweilig, mit viel Wortwitz und noch mehr Überraschungen, zauberten die Darsteller des Gutenberger Burgtheaters dieses originell inszenierte Schauspiel auf die Bühne der Gutenburghalle.

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Vorhang auf für ganz normalen Wahnsinn des Lebens

Komödie Gutenberger Burgtheater sorgte dreimal für volles Haus Gutenberg.

Dreimal war die Gutenburghalle voll besetzt, als die Akteure vom Burgtheater Gutenberg die Komödie „Bonjour – oder Alles nur Theater“ von Katrin Wiegand nach einer Inszenierung von Friederike Louis mit Bravour auf die Bühne brachten. Theater im Theater zu spielen, das ist schon eine Nummer für sich. Vor allem dann, wenn sich immer wieder ganz normale Dinge in die Handlung einschleichen, die voll und ganz ins pralle Leben langen, die natürlich gewollt sind und das Salz in der Suppe ausmachen. Kurzum: der ganz normale Wahnsinn einer Truppe von Laienschauspielern, denen es immer wieder gelang, trotz der vielen Verstrickungen und Verwicklungen die Spannung aufrechtzuhalten und mit Spontanität, Situationskomik, Originalität, Spielwitz und Können, die Lachmuskeln des Publikums zu strapazieren.

Zum Stück: Die Schauspieler Sven Dominique (Marco Süß) und Susanne Martine (Heike Frank), Mitglieder einer Pariser Theatergruppe und frisch geschieden, proben, was das Zeug hält, denn schließlich rückt der Tag der Aufführung immer näher. Dass es sich bei dem Stück um Liebe, Untreue und sonstige Begleiterscheinungen, die das Leben so hergibt, dreht, beeinflusst ihr Verhalten auf der Bühne „kaum“. Doch als plötzlich die heulende Lena Nicolette (Manuela Plasa) auftaucht und vorgibt von Sven schwanger zu sein, und Waltraud Isabelle (Friederike Louis), Susannes Mutter, sich eine große Familie und Enkelkinder wünscht, spitzen sich die Ereignisse zu. Regisseur Richard (Claus Louis) und seine Assistentin Beate (Anette Klug) haben alle Hände voll zu tun, das Verwechslungskarussell dreht sich immer schneller.

Dazu tragen vor allem Zahnarzt Eduard Robert (Harald Fehsenfeld), der Vater von Lena, der ein Auge auf Susanne geworfen hat und das Stück lieber in „Ich glaube, mein Schwein pfeift“ umbenannt hätte, bei sowie „Mädchen für alles“ Anton (Udo Süß), der immer wieder in die Theaterproben hineinplatzt und die Lacher auf seiner Seite hat. Nicht zu vergessen der coole, nach Benzin riechende Tontechniker Thomas (Gerhard Sieber), das Mädchen Sofia Klug und der Überraschungsgast aus Gutenberg, Installateur Thomas Benzin. Das Durcheinander wird in der Generalprobe noch getoppt, sodass letztlich kaum noch einer weiß, was zum Stück gehört und was zum wirklichen Leben.

Sehr zur Freude der Zuschauer nimmt das Ganze mehr und mehr Fahrt auf, ebenso der Szenenapplaus. Schließlich finden Sven und Susanne wieder zueinander. Der Regisseur ist total geschafft, bricht zusammen und kann nur noch sagen „Ich glaube, mein Schwein pfeift“. Stürmischer Applaus und mehrere Vorhänge sind die Folgen. Zu den rundum gelungenen Aufführungen trugen auch Petra Gerth (Souffleuse) und Kerstin Geiger (Maske) bei. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 23. März 2017, Seite 14

Förderverein „Freunde der Feuerwehr-Einheit Gutenberg“ beschafft Ausrüstung für Floriansmannschaft

GUTENBERG - (red). Der Förderverein „Freunde der Feuerwehr-Einheit Gutenberg“ war lange Jahre in einen Dornröschen-Schlaf versunken. Seit 2009 ist er wieder aktiv. In den ersten Jahren nach der Reaktivierung stand die Erwirtschaftung von finanziellen Mitteln zur Unterstützung bei der Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs im Vordergrund. Dank des Beitrags des Fördervereins konnte 2015 ein fabrikneues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) gekauft werden. Die erweiterte Ausstattung des Fahrzeugs mit dem Wassertank wurde durch die großzügige Finanzspritze des Fördervereins möglich.

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Am Wochenende wird Komödie auf die Bühne der Gutenburghalle gebracht

Von Sonja Flick

GUTENBERG - Nach den erfolgreichen Aufführungen der vergangenen Jahre hat das Burgtheater nun eine neue, originelle und wundervolle Komödie im Gepäck. Das aktuelle Stück des Burgtheaters Gutenberg spielt in Paris und dreht sich um Liebe, Untreue und andere Begleiterscheinungen. Die Aufführungen finden am 18. und 19. März in der Gutenburghalle in Gutenberg statt. Der Saal wird 60 Minuten vor Beginn geöffnet. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wer noch Tickets will, muss sich sputen, denn die Aufführung am Samstag ist bereits ausgebucht.

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Gutenberger entfernen nur das Totholz

RAT Nach schweren Wolkenbrüchen im Sommer wird sich am Gräfenbach nicht viel verändern / Neue Sprossenwand für Sporthalle GUTENBERG - Drei Besichtigungen gab es bisher am Gräfenbach nach den schlimmen Wolkenbrüchen vom Sommer, doch viel verändern wird sich nicht. „Das Totholz soll entfernt werden, alles andere bleibt im Bach“, erklärte Bürgermeister Jürgen Frank dem Gemeinderat. Die Kreisverwaltung als Untere Wasserbehörde habe einen Teil des Ackerlandes gekauft, worauf sich der Bach nach Wolkenbrüchen ausbreiten ...

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Bernd Closen für die gute Zusammenarbeit gedankt

Rat Kopfschütteln über von Totholz übersäten Bach

Gutenberg Bei der Beratung der Forstwirtschaftspläne 2017 im Gemeinderat kündigte Forstamtsleiter Bernd Closen an, dass 2017 keine betrieblichen Maßnahmen im 23 Hektar großen Gemeindewald geplant seien. Abzüglich der Kosten von 750 Euro für Verkehrssicherung, Forstbetrieb, Waldschutz und Wegeunterhalt verbleiben von 3100 Euro Jagdpacht 2350 Euro, die in die Rücklage für den Wegebau fließen. Der Rat billigte die Planung und ließ sich über die Neugestaltung der Forstreviere informieren, die im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein soll. Ortsbürgermeister Jürgen Frank bedauerte, dass nach Förster Werner Proske auch Bernd Closen Ende des Monats in den verdienten Ruhestand geht. „Mit beiden hat die Zusammenarbeit großen Spaß gemacht“, betonte Frank und bedankte sich bei Closen unter Beifall mit einem Weinpräsent.

Die Erweiterung des Neubaugebiets „In den Heckenäckern“ nimmt weiter Gestalt an. Nachdem der Rat nach der Offenlage des Bebauungsplans sieben Anregungen zur Kenntnis genommen hatte, erfolgte der Satzungsbeschluss. Die Straßenplanung wurde an das Ingenieurbüro Fredi Barth in Wallhausen vergeben.

Die Straßensanierungsarbeiten im Ort, die zusammen mit den Gemeinden Hargesheim, Sommerloch, Wallhausen, Braunweiler und Hüffelsheim ausgeschrieben wurden, führt ein Unternehmen aus Sohren für 9208 Euro aus. Auf Empfehlung des Gemeinde- und Städtebundes sah die Gemeinde davon ab, die Erdgaslieferungen neu auszuschreiben. Der Vertrag wird verlängert. Wegen des großen Personalaufwands nimmt Gutenberg nicht an der Bewerbung für den SWR-Wanderspaß teil. Der Gemeinderat nahm die Spende eines Bürgers von 100 Euro, zweckgebunden für den Friedhof, dankend an, lehnte aber die Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ einstimmig ab.

Kopfschütteln und Unverständnis herrschten im Rat und bei den Zuhörern, als Frank mitteilte, dass es inzwischen die dritte Begehung am vom Totholz übersäten Gräfenbach gegeben habe. „Es wird sich nicht viel ändern, denn das im Bereich des Bachbetts abgelagerte Totholz wird als Hochwasserschutz für Hargesheim und Bad Kreuznach gesehen“, sagte Frank. Flächen seien aufgekauft worden, auf denen sich das Wasser ausbreiten kann, um langsam wieder abzulaufen. Holger Schmidt (WG Frank), sah das nicht so. Seiner Meinung nach müssen die politischen Gremien hier etwas unternehmen, „denn diese Situation birgt unvorhergesehene Risiken“.

Auch Bürgermeister Markus Lüttger war mit der Vorgehensweise der Behörden nicht einverstanden. „Grundstücksflächen aufzukaufen, kann nicht der große Wurf sein, denn das ist dem Wasser schließlich egal. Eigentum, Mensch und Leben gehen über Totholz. Unser Anliegen war, dass dieses Holz nach einem Hochwasser beseitigt wird.“ nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 10. Februar 2017, Seite 18

Narren vom TuS Gutenberg reihen Höhepunkt an Höhepunkt

AZ vom 06.02.2017

GUTENBERG - (fli). „Als Star und Sternche mitgemacht, die Gudeberjer feiern Fassenacht!“, lautete das Motto des Abends. Mit schwungvoll in die Lüfte schwingenden Männerbeinen, attraktiven Damen, die Tacheles redeten, und Adam und Eva im zänkischen Zwiegespräch reihte sich bei der Gutenberger Kappensitzung in der mit über 250 Gästen komplett ausgebuchten Gutenburghalle Höhepunkt an Höhepunkt. ...

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Dorffastnacht vom Allerfeinsten

Frohsinn Nach zwei Jahren Pause ließen es die Gutenberger ordentlich krachen

Gutenberg. Nach zwei Jahren ohne Kappensitzung ließen es die Gutenberger Fastnachtsstrategen ordentlich krachen. In der voll besetzten Gutenburghalle brannten sie ein vierstündiges Feuerwerk der guten Laune ab und boten dem aufgekratzten Narrenvolk feinste urwüchsige Dorffastnacht.

Die glänzend aufgelegte Sitzungspräsidentin Manuela Weidmann schwang mit Bravour das Zepter. Als Erstes kündigte sie die Garde aus Braunweiler an. Die acht Jungs um Nadine Weidmann und Julia Schatz ließen die Beine nur so fliegen. Ein erster Hingucker und echter Spaßmacher.

Als Protokoller hielt Christa Dapper den Gutenbergern den Narrenspiegel vor. Sie glossierte das Welt- und Dorfgeschehen und kehrte dabei den Staub aus mancher dunklen Ecke. Das hörte sich so an: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hatte die kürzeste Regentschaft im Naheland?“ Die Antwort lieferte sie gleich mit. „Unsere Naheweinprinzessin Laura, die war schwanger.“ Sein Fett bekam auch der randalierende Zeitungsausträger ab. Das kam an. Ebenso Thomas und Nadine Benzin, die sich als Adam und Eva fetzten und zwerchfellerschütternde Einblicke in ihr Eheleben gaben.

Eine Augenweide waren die Mädels der Showtanzformation Illusion (Leitung Nadine Benzin/Melanie Weckmüller), die im Militärlook über die Bühne stoben, dass es eine Freude war. Die wurde dann noch von den Ladykrachers um Nadine Benzin um einiges gesteigert. Unter dem Motto „Hüttengaudi in Lederhosen“ rockten die 14 Damen zu Titeln wie „Hulapalu“ die Halle.

Friederike Louis legte nach. Sie kam als Tina Turner, eine Rolle, die ihr auf den Leib geschneidert war, beleuchtete das Dorfgeschehen, dass sich die Balken bogen und ließ, begleitet von den Backgroundgitarristen Christian Schriewer und Marco Süß, tanzend und singend die Freudentränen nur so kullern. Kostprobe: „Tante Ruth (ehemaliger Dorfladen) hat nicht mehr Shop, wenn ich mich style, schüttelt sie de' Kopp. Was sinn das dann vor neie Ferz und schlüpft dann in ihr Kittelscherz.“ Oder: „Amerika hab ich den Rücken gekehrt, denn da regiert jetzt ein Mann, der fasst mir an den Busen ran. Der geht so weit, dass er um Wallhausen eine Mauer baut, die die Wallhäuser dann bezahle müsse.“ Das saß. Auch ihre Erkenntnis: „Ich bin im besten Alter mit Design zum Eintritt in den Gesangverein.“

Die Soonwaldrand-Plattler tanzten sich mit ihrer Leiterin Petra Ender als Kosaken in die Narrenherzen, ehe „De Schoppeschorsch aus de Palz“ (Jochen Merz) zum närrischen Rundumschlag ausholte: „Was dem Japaner sei Koi, iss dem Pälzer sei Woi.“ Oder: „Was in de Palz kleener iss als ein 0,5-Liter-Glas, iss Schluckimpfung.“ Er lästerte auch über seine korpulente Ehefrau: „Ihr stellt sich nicht die Frage, was ziehe ich an, sondern wie komme ich da rein.“ Den frenetisch gefeierten Schlusspunkt setzten die Traumtänzer. Nadine Benzin hatte die Jungs auf Vordermann gebracht, die etwa zu Titeln der Blues Brothers ihre Revuekörper ins rechte Licht setzten. nn

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Montag, 6. Februar 2017, Seite 21

Friedhofswege befestigt

Gutenberg. Rund 240 Quadratmeter Friedhofswege sowie 100 Quadratmeter des Vorplatzes an der Friedhofshalle (im Hintergrund links) haben die Gemeindearbeiter Peter Brand und Ottmar Hahn, ehrenamtlich von Kai Fröhlich unterstützt, in mehr als 60 Stunden mit Betonpflaster befestigt. „Bedingt durch noch vorhandene und den günstigen Erwerb der fehlenden Steine, fielen lediglich 2400 Euro an Kosten für die Gemeinde an“, freute sich Ortsbürgermeister Jürgen Frank. Gleichzeitig teilte er mit, dass die Rasenfläche des neuen Urnengrabfeldes an die Wege angeglichen und im Frühjahr neu eingesät wird. nn Foto: Dieter Ackermann

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 5. Januar 2017, Seite 19

Pressearchiv

Das Pressearchiv für die Jahre 2009 - 2015 liegt beim Ortsbürgermeister aus und kann während der Sprechstunde eingesehen werden. Es beinhaltet Artikel der 4 großen Zeitungen aus dem Raum Bad Kreuznach die einen Bezug zur Ortsgemeinde haben.

Die Bilder sind auch dabei.

Pressearchiv 2009 Pressearchiv 2010 Pressearchiv 2011
Pressearchiv 2012 Pressearchiv 2014